Freiwillige Feuerwehr Rüdesheim am Rhein

 

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1866: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rüdesheim am Rhein auf Veranlassung von Bürgermeister Hillebrand am 29. April. Zur Verfügung standen eine rote und eine blaue Spritze. 1. Kommandant war Stephan Jung.
1883: Das Jahr ist für Rüdesheim nicht allein denkwürdig wegen der im September stattgefundenen Denkmalsweihe, sondern auch wegen der beiden großen Schadenfeuer im Februar und Mai. Am 17. 2. brach das erste Großfeuer aus. Die sofort herbeigeeilte Wehr war bemüht, den Brandherd auf seinen Entstehungsherd zu beschränken. Leider versagten die beiden alten Spritzen, die "Rote" und die "Blaue" gaben kein Wasser. Diese Befürchtungen hatte der Kommandant Jung dem Bürgermeister schon früher mitgeteilt. Es sind 8 Gebäude abgebrannt. Beim zweiten Brand am 19.5. wurden 76 Gebäude, darunter 26 Wohnhäuser, vernichtet. Bei diesem Brand waren auch sämtliche Wehren der Umgebung, das Eisenbahnpersonal und die 21er Pioniere aus Kastel eingesetzt.
1890: Im Hinblick auf das 25jährige Jubiläum der Wehr gründeten einige Mitglieder eine Feuerwehrkapelle.
1891: Den 121 Wehrmännern wurde die erste Standarte überreicht und der Bau des Spritzenhauses an der Ringmauer abgeschlossen.
1895: In diesem Jahr wurde die städtische Wasserleitung in Betrieb genommen. Dies brachte eine große Erleichterung für die Feuerwehr. Die Stadt kaufte eine Schlauchhaspel mit 300 Meter Schlauchmaterial. Ebenfalls wurden die neuen Feuerwehrhelme eingeführt.
1898: Auflösung der Feuerwehrkapelle.
1904: Die heute noch erhaltene fahrbare Magirus Drehleiter wurde angeschafft.
1912: Neugründung der Feuerwehrkapelle.
1925: Die Feuerwehr erhält die erste Metz-Motorspritze.
1927: Im Dezember 1927 entstanden 2 Großbrände, darunter war an Weihnachten das Rathaus.
1932: Bei der Eröffnungsfeier des Weinfestes am 3.9.1932 gab es Alarm. Die Eibinger Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder.
1942: Eine wesentliche Erleichterung für die Feuerwehr war das Löschfahrzeug "LF 15", das 1942 angeschafft wurde.
1944: Die Feuerwehr war während des Krieges mehrfach, darunter auch in Wiesbaden, Mainz, Darmstadt eingesetzt. Der größte Einsatz war jedoch am 25. November 1944, als nach einem Angriff ein großer Teil der Stadt durch Spreng- und Brandbomben vernichtet wurde.
1946: Im Jahre 1946 bekam die Feuerwehr einen Mercedes-Mannschaftswagen mit Kompressor.
1951: Neugründung der durch den Krieg aufgelösten Feuerwehrkapelle.
1955: Großbrand am 26. Oktober in der GEG-Großkellerei
1956: Zum 90jährigen Jubiläum erhielt die Feuerwehr ein Löschfahrzeug "LF 8" mit Vorbaupumpe, Auflösung der Feuerwehrkapelle
1966: Zum 100jährigen Jubiläum erhielt die Feuerwehr ein Tanklöschfahrzeug "TLF 16" sowie einen VW-Kombi Am 14. Juni 1966 um die Mittagszeit wurde Rüdesheim von einer Unwetterkatastrophe überrascht, die in ihrem Ausmaß alles bisher Dagewesene in den Schatten stellte
1969: Unwetter in Eibingen. Zur Wasserversorgung war die Verlegung einer Schlauchleitung vom Rhein bis nach Eibingen erforderlich.
1972: Am 21. Oktober fand die Einweihung der ersten Stützpunktfeuerwehr im Rheingau, Auf der Lach, statt. Das Objekt wurde gemeinsam von Stadt, Land und Kreis nach den letzten Erkenntnissen der Technik erbaut. Gleichzeitig wurde eine Fernmelde-, Notruf und Alarmzentrale in Betrieb genommen. Zu der Ausrüstung des Stützpunktes gehörten:

  • 1 TLF 24
  • 1 LF 16
  • 1 LF 8
  • 1 DL 30
  • 1 SW 2000
  • 1 RW 2
  • 1 TS 8/8
  • 1 TSA
  • 1 LIMA-F
  • 1 EGF
  • 1 KdoW
  • 1 MTW
  • 1 RB

1982: Großeinsatz in Lorch (Rhein), als ein Personenzug entgleist war. Von den zahlreichen Einsätzen der Freiw. Feuerwehr Rüdesheim seit ihrer Gründung bei Groß-, Mittel- und Kleinbränden sowie bei Verkehrsunfällen und Hilfeleistungen sind besonders die Großeinsätze bei den Hochwassern 1929, 1960, 1970, 1980, 1988, 1993 und 1995 zu erwähnen. Bis zu dessen Verkauf im Jahr 2007 wurde ebenfalls das "Alte Feuerwehrhaus" genutzt, um Einsatzmittel zu beherbergen, welche bei entsprechender Vorlaufzeit für größere und langfristige Schadenslagen (Hochwasser) benötigt werden. Nach einigen wenig effektiven Zwischenlösungen konnte durch die Feuerwehr eine weitere provisorische Unterkunft bezogen und ein schneller Zugriff auf die zusätzlichen Materialien sichergestellt werden.