Freiwillige Feuerwehr Mittelheim

 

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Chronik:

1930: Auf Anregung des Kreisbrandmeisters Eisel und unter Vorsitz des damaligen Bürgermeisters Planz wurde anläßlich der Versammlung am 17. September 1930 die Freiwillige Feuerwehr Mittelheim gegründet. 31 Aktive und 3 Passive hatten sich eingeschrieben. 1. Kommandant wurde Jakob Mai, 2. Kommandant wurde Josef Eisenhuth. Mitgliedsbeitrag: für aktive Mitglieder 0,20 RM, für passive Mitglieder 0,40 RM pro Monat.

1934: Laut Protokoll vom 1. Juli löste Kamerad Josef Eisenhuth Jakob Mai als 1. Kommandanten ab.

1935: Laut Protokoll vom 1. Juni verlor die Freiwillige Feuerwehr Mittelheim ihre Eigenschaft als Verein. Sie galt nunmehr als Feuerlöschpolizei. Geldbestände, Geräte und sonstige Ausrüstungen mußten an die Gemeinde abgegeben werden. Als weitere Kommandanten führten die Wehr: Alfred Thum, Wilhelm Redhardt, Max Heinze.

1945: Im Auftrag der US-Militärregierung wurde Kamerad Karl Lamm am 17. August durch den damaligen Landrat des Rheingaukreises zur Neubildung der Freiwilligen Feuerwehr Mittelheim beauftragt.

1946 wurden erstmals wieder Kameraden in mehreren Lehrgängen ausgebildet.

1949: Kamerad Josef Eisenhuth übernahm am 6. April wieder den Posten des 1. Kommandanten.

1953: Am 28. Februar übernahm Kamerad Emil Seitelmann als 1. Kommandant die Wehr. Als 2. Kommandant und Schriftführer wurde Kamerad Max Heinze gewählt. Fertigstellung und Neubezug eines Feuerwehrgerätehauses in der Gartenfeldstraße 5

1955: Am 2. Oktober feierte die Wehr ihr 25jähriges Jubiläum. Anschaffung einer Metz-Tragkraftspritze vom Typ "TS 8/8".

1960: Im April Erwerb eines gebrauchten Polizei-Mannschaftswagens vom Typ "Opel-Blitz" aus Vereinsmitteln, Umrüstung durch die Wehr.

1963 bis 1964: Während dieser Zeit kam die Wehr nicht zur Ruhe und mußte mehrfach ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen beim Kirchturmbrand in Oestrich (22./23.12.1963), Brand im Pfarrhaus Kelterhalle Mittelheim (14.1. 1964), Brand der Turnhalle in Oestrich (18.1.1964), Brand in der Schreinerei Strahl in Mittelheim (19.1.1964), Brand des "Grauen Hauses" in Winkel (23.1.1964), Brand eines Wohnhauses in Oestrich (2.5.1964), Großbrand in der chemischen Fabrik Koepp (23. 11. 1964). Im April 1964 beschloß die Gemeindevertretung von Mittelheim die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges vom Typ "LF 8".

1965: Am 10. Juli Einsegnung und Indienststellung des neuen Löschgruppenfahrzeuges "LF 8" (Opel Blitz).

1967: Am 18. Juli nachbarliche Löschhilfe anläßlich Großbrand eines Gebäudes der Druckerei Etienne in Oestrich.

1970: Feier des 40jährigen Jubiläums vom 19. bis 21.September. Einweihung der neuen Standarte. Schirmherrschaft: Kamerad Fritz Simon.

1972: Am 1. Juli Zusammenschluß von Oestrich, Mittelheim und Winkel zur (Wein-) Stadt Oestrich-Winkel.

1973: Ein von der Polizei gebraucht erworbener VW-Bus wurde in Eigeninitiative umgebaut, ausgerüstet und in Dienst gestellt.

1974: Im Rahmen einer Landesbeschaffungsaktion erhielt die Wehr im September ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug "TSF" (Ford Transit).

1975: Am 20. März erster Spatenstich zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Rieslingstraße. Im Sommer nachbarliche Löschhilfe anläßlich des Großbrandes bei der Firma Voigt & Franke (Nitro-Zelluloselacke) in Winkel. Am 14. Dezember Einweihung des neuen Gerätehauses 1n der Rieslingstraße.

1976: Zu insgesamt 8 Waldbränden wurde ausgerückt. Am 10. September erhielt die Wehr ein Rettungsboot vom Katastrophenschutz des Landes Hessen. Eine neue "TS 8/8" wurde angeschafft.

1977: Mehrere Unwettereinsätze der Wehr. Verbesserung der technischen Ausstattung (Notstromaggregat und Flutlicht)

1978: Großbrand einer Produktions- und Lagerhalle des Kunststoffwerkes KI-SI-CO am 28. Oktober.

1979: Großbrand des ehemaligen Gasthauses "Zur Bohnesupp" am 17/18 September.

1980: 50jähriges Jubiläum vom 5. bis 7. September. Schirmherr: Kamerad Fritz Simon.

1981: Am 28./29. Juni zahlreiche Unwettereinsätze in den Ortslagen von Hallgarten und Hattenheim.

1983: Im Januar wurde Kamerad Emil Seitelmann nach 30jähriger Tätigkeit als Ortsbrandmeister und Wehrführer aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Ab dieser Zeit übernahm sein Sohn Karl Seitelmann als neugewählter Wehrführer und 1. Vorsitzender das Amt. Kamerad Franz Wagner wurde in seinem Amt als stellvertretender Wehrführer und Kassierer bestätigt. Indienststellung eines neuen Kommandofahrzeuges (ELW1) als Ersatz für den alten VW-Bus.

1986: Nachbarliche Löschhilfe anläßlich mehrerer Brände in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb auf dem Gelände der Firma Koepp in Oestrich. (Juni November). Indienststellung eines Tanklöschfahrzeuges (TLF16) mit einem 300-Liter-Schaumtank, Rettungsschere, Spreitzer, Notstromaggregat, Greifzug, Motorsäge, Trennschleifer usw. am 8. November.

1987: Einsatz anläßlich des Entgleisens von 7 Waggons eines Güterzuges in der Ortslage von Oestrich am 22. August.

1988: Anläßlich des Jahreshauptversammlung am 5. März wurden Kamerad Karl Seitelmann als Wehrführer und 1. Vorsitzender sowie Kamerad Franz Wagner als stellvertretender Wehrführer und Kassierer bestätigt. Pump-, Kontroll- und Reinigungseinsätze in Winkel und Mittelheim anläßlich des "Jahrhunderthochwassers". Im Mai Mitgliederwerbung für die Reaktivierung und den Ausbau der Jugendwehr. Antrag auf Ersatzbeschaffung über die Stadt Oestrich-Winkel für das alte "LF 8". Am 19. November Teilnahme an der KatS.-Übung des Rheingau-Taunus-Kreises. Schadensobjekt: Firma Braas, Mittelheim, und Schloß Vollrads, Winkel.

1989: Maschinenraumbrand auf dem Fahrgastschiff "Robert Stolz" am Oestricher Steiger am 12. Juli.

1990: Anfang März rückte die Wehr zu mehreren technischen Hilfeleistungen aus; Beseitigung von Windbruchschäden innerhalb der Ortslage. Großeinsatz anläßlich des verheerenden Unwetters im oberen Rheingau am 9. Mai. Mehrere Einsätze in Erbach. Nachbarliche Löschhilfe anläßlich des Großbrandes eines Wirtschaftsgebäudes des Weingutes von Brentano in Winkel am 11. Juni.

1991: Im Mai Einweihung und Indienststellung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges-Wasser (TSF-W) als Ersatz für das alte "LF8".

1992: Am 24. Juli Brand in der Elektro-Verteileranlage der Firma Braas. Am 20. August Beseitigung von Windbruchschäden in der Ortslage. Technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, kleinere Flächen- und Bahndammbrände.

1993: Kamerad Karl Seitelmann wurde in seinen Ämtern bestätigt. Der langjährige stellvertretende Wehrführer und Kassierer Franz Wagner wurde mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Als neuer stellvertretender Wehrführer wurde Kamerad Franz Schmelzeisen gewählt. Bergung eingeklemmter Personen bei Verkehrsunfällen auf der B 42 am 9. September und 6. Dezember.

1994: Am 28. Januar technische Hilfeleistungen bei Sturmschäden, insbesondere Straßenräumungen. Am 2. August und 4. August Bahndamm- und Bahnkörperbrände östlich von Oestrich bis zum Bahnhof Hattenheim.