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Presseinformation vom 07. September 2022

Sicher Heizen im Winter – keine Wärme-Experimente im Haus

Aktuelle Aufklärungskampagne von Schornsteinfegerhandwerk und Feuerwehr

Sankt Augustin – Steigende Energiepreise und eine drohende Gasmangellage verunsichern zurzeit viele Menschen: Was soll ich tun, wenn das Gas ausbleibt? Wie kann ich mich vorbereiten? Kann ich meinen alten Kaminofen wieder anschließen?
Fast täglich beantworten Schornsteinfeger*innen Fragen wie diese, wenn sie bei ihren Kunden Heizungen messen oder Schornsteine kehren. Häufig geht es dabei um ältere Holzöfen, die noch vorhanden, aber stillgelegt oder inaktiv sind. Eine Aktivierung dieser „Notfeuerstätten“ ist jedoch nicht ohne weiteres möglich, da beim erneuten Anschluss bestimmte Emissionsgrenzwerte und baurechtliche Vorgaben eingehalten werden müssen. Es gibt Ausnahmen: In Bayern und in Sachsen haben sich die Landesregierungen aufgrund der besonderen Situation für einen pragmatischen Umgang mit Holzfeuerungen entschieden. Befristet und in bestimmten Situationen können stillgelegte private Holzheizungen und -Öfen über Allgemeinverfügungen wieder genutzt werden.

Bloß nicht: Notfeuerstätte selber anschließen

Reaktivierbare Feuerstätten wie diese müssen nun überprüft und erneut fachgerecht angeschlossen werden, damit die Betriebs- und Brandsicherheit gewährleistet werden kann. In Gesprächen mit betroffenen Kunden und in den Medien weist das Schornsteinfegerhandwerk immer wieder darauf hin, dass Kamin-, Kachelöfen, Kochherde oder Heizeinsätze unter keinen Umständen in Eigenregie und ohne vorherige Prüfung der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger*innen angeschlossen werden sollten. Entscheidend sind die Gegebenheiten vor Ort: Ist der Querschnitt des Schornsteins frei? Sind die Anschlüsse fachgerecht? Gibt es bauliche Änderungen bzw. neue Dunstabzugsanlagen? Besteht Brandgefahr am Aufstellort, etwa durch neue Boden-, Wandbeläge oder Mobiliar? Sind technische Mängel wie defekte Dichtungen erkennbar? „Alle diese Faktoren sind sicherheitsrelevant und können schlimmstenfalls zu Bränden oder Kohlen-monoxid-Unfällen führen“, so Andreas Walburg vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks.

Jetzt wird’s brenzlig: Feuerschale statt Kaminofen

Als Herausforderung für Verbraucher erweist sich auch die angespannte Situation im Brennstoffhandel. Seit einiger Zeit schon ist Brennholz kaum verfügbar, die Liste der Vorbestellungen entsprechend lang. Wer die Möglichkeit hat, legt Vorräte an und sieht sich bereits nach Alternativen bzw. nach mobilen Heizgeräten um. Sind diese nicht verfügbar, kann es im Winter dazu kommen, dass Verbraucher gefährliche Behelfsheizungen konstruieren oder Outdoor-Geräte im Haus aufstellen. Das befürchten zumindest Schornsteinfegerhandwerk und Feuerwehr. In Baumärkten, im Fach- und im Online-Handel sind Einzelraumfeuerstätten vor allem im Einstiegspreissegment seit Wochen ausverkauft. Daher wenden sich Verbraucher den für sie naheliegenden Ausweichprodukten zu. Im Warenkorb landen Gas-Heizstrahler oder -Lüfter, Ethanol-Feuerstätten, aber auch Campingkocher, Grills und Feuerschalen. „Plötzlich kommt alles in Frage, was in irgendeiner Form Wärme abgibt. Wir erkennen hier einen gefährlichen Trend,“ warnt Andreas Walburg.

Aufklärung noch vor der Heizsaison

Gemeinsam mit den Feuerwehrverbänden, den Initiativen „CO macht KO“ und „Rauchmelder retten Leben“ macht das Schornsteinfegerhandwerk regelmäßig darauf aufmerksam, wie gefährlich es ist, brennstoffbetriebene Geräte als improvisierte Heizung in Innenräumen zu nutzen. Die Anreicherung von Abgasen, fehlender Sauerstoff und eine erhöhte Kohlenmonoxidkonzentration sorgen für akute Vergiftungsgefahr. In der aktuellen Energiekrise befürchtet das Schornsteinfegerhandwerk allerdings einen Anstieg der CO-Unfälle und Brände. Bleibt die Heizung erst einmal kalt, könnten viele Menschen auf gefährliche Ideen kommen, um sich und ihre eigenen vier Wände aufzuwärmen. Als Ersatz für vergriffenes Brennholz landen dann möglicherweise Abfälle, Sperrmüll oder Zeitungspapier im Feuer und verursachen gesundheitsbelastende Emissionen.

Schornsteinfeger*innen informieren

Um möglichst frühzeitig auf die Problematik und potenzielle Gefahrenquellen hinzuweisen, suchen die Schornsteinfeger*innen das Gespräch mit ihren Kunden – bei der Arbeit in den Bezirken und am Tag des Schornsteinfegers am 15. Oktober 2022. In diesem Jahr findet der jährliche Aktionstag des Handwerks mit dem Schwerpunktthema „Sicher Heizen im Winter – keine Wärme-Experimente im Haus“ statt. Mit seiner Aufklärungskampagne möchte das Schornsteinfegerhandwerk möglichst viele Menschen vor und mit Beginn der Heizsaison erreichen und Unfälle durch improvisiertes Heizen vermeiden helfen. Die Kampagne wird unterstützt vom Deutschen Feuerwehrverband (DFV), der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) sowie von den Initiativen „CO macht KO“ und „Rauchmelder retten Leben“.

Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks - Zentralinnungsverband (ZIV) -
Westerwaldstr. 6
D-53757 Sankt Augustin
Tel.:  02241 3407-0
Fax:  02241 3407-10
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Presseinformation vom 21.Juni 2022

Faeser: „Feuerwehr ist der wesentliche Bestandteil der Sicherheitsarchitektur!“

DFV-Präsident Banse zu Pflichtjahr: „Lieber langfristiges Engagement wie Wehrersatzdienst“

Hannover – Ein klares Bekenntnis zum Deutschen Feuerwehrverband und zu den Feuerwehren in ganz Deutschland gab Bundesinnenministerin Nancy Faeser anlässlich des Festaktes zur Eröffnung des 29. Deutschen Feuerwehrtages in Hannover ab. Gleichzeitig würdigte die Ministerin in ihrer Festansprache gleich mehrfach das Engagement und die Arbeiten der Feuerwehren in den unterschiedlichsten Einsatzlagen und für die Gesellschaft im Allgemeinen: „Die Feuerwehr ist der wesentliche Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in Deutschland, so müssen wir sie auch behandeln“, betonte Faeser.

Damit ging sie auch unmittelbar auf die Forderung von Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), ein, der eine ständige Vertretung des Deutschen Feuerwehrverbandes als direkte Vertretung der Feuerwehren im neuen Gemeinsamen Kompetenzzentrum Bevölkerungsschutz des Bundes und der Länder gefordert hatte. Faeser sicherte hier ihre Unterstützung bei der Durchsetzung dieser Forderung zu. Sie forderte aber auch die Länder auf, mit dem Bund gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Schon zu Beginn ihrer Rede machte Faeser deutlich, dass ihr der Dialog und der Austausch mit dem Deutschen Feuerwehrverband wichtig sind und auch in Zukunft fortgesetzt werden. Ebenso sprach sie sich für eine gemeinsame Aufarbeitung der Einsätze im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen aus. „Wir müssen aufarbeiten, um Dinge besser zu machen“, erklärte sie insbesondere bezüglich der Einsatzkoordination.

DFV-Präsident Banse zu „Pflichtjahr“: Langfristiges Engagement wie Wehrersatzdienst ist sinnvoller

DFV-Präsident Karl-Heinz Banse bezog in seiner Rede Stellung zum Thema „Pflichtjahr“ etwa in der Feuerwehr: „Die Ausbildung in der Feuerwehr ist im Verhältnis zu diesem Jahr zu lang.“ Er nannte als Lösungsansatz die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht: „Wer diese aus Gewissensgründen ablehnt, kann sich mit Wehrersatzdienst langfristig bei der Feuerwehr oder einer Hilfsorganisation engagieren.“

Im Rahmen der Eröffnung des 29. Deutschen Feuerwehrtages erläuterte Banse, dass dieser dazu diene, die Interessen der Feuerwehren gegenüber der Politik deutlich zu machen und die Erwartungen für die kommenden Jahre festzuschreiben. „Ein wichtiges Thema wird hier die Feuerwehrrente sein“, kündigte er mit Blick auf die 69. Delegiertenversammlung des DFV am kommenden Samstag an.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hatte zuvor in seinem Grußwort die Forderung an den Bund aufgestellt, für den Zivilschutz zehn Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, um „die Feuerwehren in den kommenden Jahren wieder up to date“ zu bringen. „Wir brauchen Menschen und Technik, aber auch die richtige Haltung“, erklärte er.

Internationales Netzwerk: Ausländische Feuerwehrdelegationen bei Festakt

Den Festakt verfolgten auch zahlreiche ausländische Feuerwehrdelegationen. Besonderen Applaus erntete die Vertretung der Feuerwehren aus der Ukraine, deren Teilnahme am 29. Deutschen Feuerwehrtag Bundesinnenministerin Faeser als „starkes Zeichen“ sah. DFV-Präsident Banse erinnerte in diesem Zusammenhang an die DFV-Ukrainehilfe, für die es auf der parallel stattfindenden Weltleitmesse INTERSCHUTZ mehrere Spendenaktionen gibt. Unter anderem wird die Deutsche Messe AG je ein Euro von jeder Eintrittskarte an den DFV geben.
 
Zum Schluss folgten noch zwei besondere Ehrungen. Präsident Banse überreichte an Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay und an den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. Damit würdigte der Deutsche Feuerwehrverband auch gleichzeitig die Unterstützung der Stadt Hannover und des Landes Niedersachen, die die Durchführung des Deutschen Feuerwehrverbandes in der Stadt Hannover erst möglich gemacht hätten.
 
Der 29. Deutsche Feuerwehrtag findet in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen, dem Landesfeuerwehrverband Niedersachsen, der Stadt Hannover sowie der Feuerwehr Hannover vom 20. bis 25. Juni 2022 in der niedersächsischen Landeshauptstadt statt. Informationen zur Veranstaltung werden unter www.feuerwehrverband.de veröffentlicht.
(Friedrich Kulke, DFV-Presseteam)


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Presseinformation vom 10.Juni 2022

Neuheit: 10-Euro-Sammlermünze zu Ehren der Feuerwehr

Teil der Serie „Im Dienst der Gesellschaft“ / Ab Mai 2023 erhältlich / DFV-Präsident in Jury

Berlin – „Im Dienst der Gesellschaft“ ist der Titel der Reihe, in der ab Mai 2023 eine 10-Euro-Sammlermünze zu Ehren der Feuerwehr erscheinen soll. Im Fokus der Reihe stehen Personen, „die für das Funktionieren unserer Gesellschaft und das Leben jedes Einzelnen unverzichtbar sind.“ Das Bundesministerium der Finanzen hat beschlossen, die Sammlermünze mit Polymerring in zwei Versionen (Spiegelglanz und Stempelglanz) prägen zu lassen. Das Besondere an dieser Münze ist, dass sie mit einem Polymerring in der jeweils charakteristischen Farbe versehen ist – im Falle der Feuerwehr in Rot.
 
Vorausgegangen war die Auslobung der Motive an mehrere Kunstschaffende. In der Jury saß für die Feuerwehren Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Er berichtet: „Die hochwertige Münze zeigt mehrere Aspekte des Feuerwehreinsatzes. Das ist mehr als nur Feuerlöschen; auch im Bevölkerungsschutz sind die Feuerwehren eine unverzichtbare Säule. Dies bildet die Sammlermünze ab.“
 
Banse dankt allen Beteiligten für die Würdigung des Engagements der mehr als 1,3 Millionen Menschen in den Feuerwehren in Deutschland. „Die Sammlermünze ist auch eine tolle Geschenkidee – egal, ob in der Freiwilligen Feuerwehr, Berufsfeuerwehr, Werkfeuerwehr oder auch Jugendfeuerwehr! Hinzu kommen noch die unzähligen Personen, die sich in Fördervereinen für ihre Feuerwehren einsetzen“, wirbt der DFV-Präsident bereits jetzt.
 
Die Münze in der Prägequalität Stempelglanz ist ab Mai 2023 zum Nennwert von zehn Euro über Banken, Sparkassen, die Deutsche Bundesbank und den Münzhandel erhältlich. Die Empfehlung: Alle Interessierten sollten schon jetzt ihre Bank bzw. Sparkasse über das Interesse informieren, da die Auflage in Stempelglanz begrenzt ist und das Bestellverfahren einen gewissen Vorlauf benötigt.
 
Die Ausgabe der Münzen in der Sammlerqualität Spiegelglanz erfolgt zu einem über dem Nennwert von zehn Euro liegenden Verkaufspreis von 26,95 Euro. Die Münze Deutschland (www.muenze-deutschland.de) wird über den genauen Preis und die konkreten Bestellmodalitäten rechtzeitig vor dem Ausgabetag informieren.


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Presseinformation vom 20.Juni 2022

Banse: Technik der Zukunft und Chancen für die Wirtschaft

Weltleitmesse INTERSCHUTZ in Hannover eröffnet / Spenden für DFV-Ukrainehilfe

Hannover – „Wir freuen uns darauf zu sehen, was die Zukunft uns bringen wird. Robotik und Drohnen sind nur zwei von vielen Themen hier auf der Weltleitmesse“, sagte Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), anlässlich der Eröffnung der INTERSCHUTZ in Hannover.
 
Banse nutzte seine Ansprache, um auf die aktuelle Situation bei den Ausschreibungsverfahren im Feuerwehrbereich hinzuweisen: „Bei Baumaterial und Halbleitern, Stahl und Technologiekomponenten gibt es lange Lieferfristen. Die Preise laufen einfach weg! Wenn die Auslieferung erst Jahre nach dem Zuschlag erfolgt, sind die Produktionskosten immens gestiegen und dann ist der Preis ein ganz anderer. Hersteller müssen die Chance haben, an Ausschreibungen teilnehmen und das Ganze wirtschaftlich und unternehmerisch umsetzen zu können“, erklärte er. „Wir brauchen eine Preisgleitklausel für die Anbieter“, lautete seine Forderung gegenüber der Politik, um flexibler auf Marktentwicklungen zu reagieren und das Risiko stark steigender oder fallender Preise auf Auftraggeber und Auftragnehmer zu verteilen.
 
Banse erinnerte in seiner Ansprache an die Ukrainehilfe des Deutschen Feuerwehrverbandes und freute sich, dass die Deutsche Messe AG einen Teilbetrag jeden Eintritts stiften wird. An der DFV-Delegiertenversammlung am Samstag wird eine hochrangige Delegation aus der Ukraine teilnehmen. „Ich freue mich auf den Austausch mit ausländischen Kräften“, sagte Banse und ging damit auf eine weitere Erwartungshaltung in Sachen INTERSCHUTZ ein. So soll die Messe auch dazu beitragen, Netzwerke organisationsübergreifend auszubauen und so zur Verbesserung in allen Bereichen der Gefahrenabwehr zu führen.
 
Der Deutsche Feuerwehrverband ist mit einem Gemeinschaftsstand in Halle 27, Stand D38, vertreten. Bezogen auf den 29. Deutschen Feuerwehrtag, der parallel in Hannover stattfindet, versprach Banse zahlreiche interessante Veranstaltungen und wichtige Botschaften der Delegiertenversammlung für Politik und Wirtschaft.
 
Veränderte Rahmenbedingungen des Zivil- und Katastrophenschutzes
 
„Was für ein tolles Gefühl, eine Messe in Präsenz eröffnen zu dürfen und Sie persönlich begrüßen zu können“, waren die einleitenden Worte des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius. Damit erinnerte er daran, dass dies in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie undenkbar gewesen sei und letztlich auch dazu geführt hatte, dass die Messe um zwei Jahren verschoben werden musste. Der Minister freute sich aber auch über das klare Bekenntnis aller Verantwortlichen zum Messestandort Hannover.
 
Darüber hinaus ging Pistorius auch auf die veränderten Rahmenbedingungen des Zivil- und Katastrophenschutzes ein und stellte fest, dass sich die Herausforderungen aufgrund der Pandemie und der geänderten Bedrohungslage stark verlagert hätten. Er sprach sich dafür aus, dass sich die Trennung zwischen Zivil- und Katastrophenschutz überholt habe. „Wir brauchen den Begriff Bevölkerungsschutz“, so der Minister. Er verband damit aber auch die Verpflichtung der Gemeinden und Länder, sich neben dem Bund zu engagieren und gab ein klares Bekenntnis zum Ehrenamt ab.
 
„Wer der äußeren Sicherheit einen großen Raum einräumt, muss dies auch für die innere Sicherheit tun“, sagte der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil. Er unterstrich die Forderungen an den Bund, dass dieser auch die Ausgaben für den Zivilschutz vergrößert. „Nach vielen guten Worten müssen jetzt Taten folgen“, so Weil. „Wir brauchen viele tausend Menschen, die bereit sind, ihre Zeit zur Verfügung stellen“, fügte er hinzu und rief so zum ehrenamtlichen Engagement im Katastrophenschutz auf.
 
Bei der Eröffnungsveranstaltung wurde deutlich, dass die INTERSCHUTZ inzwischen weit mehr ist als eine Schau von Fahrzeugen und Geräten. Sie ist vielmehr auch der Ort zum Netzwerken und der Ausweitung der Digitalisierung in allen Bereichen der Gefahrenabwehr, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.
 
Informationen zur Veranstaltung werden unter www.feuerwehrverband.de veröffentlicht.
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Presseinformation vom 08.Juni 2022

Oldtimer-Parade und Motorradtreff zum Abschluss des Deutschen Feuerwehrtages

Alte Feuerwehrfahrzeuge und heiße Motorräder der „Red Knights“ am 25. Juni 2022

Berlin / Hannover – „Tradition trifft Moderne: Die Oldtimer-Parade und der Motorradtreff zum Abschluss des 29. Deutschen Feuerwehrtages und der Weltleitmesse INTERSCHUTZ in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover haben in ihrem Umfang Seltenheitswert!“, wirbt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) für die beeindruckende Veranstaltung am Samstag, 25. Juni 2022. Mehr als 100 Feuerwehrfahrzeuge und Motorräder bewegen sich dann als Kolonne vom Messegelände in die Innenstadt und nach einer Fotopause vor dem Neuen Rathaus wieder zurück. Das Besondere an den Feuerwehr-Oldtimern: Zusammen haben die rund 50 meist feuerroten Fahrzeuge mindestens 2.000 Jahre auf dem Buckel. Aber nicht nur Fahrzeuge von gestern und vorgestern sind unterwegs: Die motorradfahrenden Feuerwehrangehörigen der „Red Knights“ (International Firefighters Motorcycle Club) machen mit ihren rund 50 heißen Öfen ebenfalls mit.
 
„Gleich zur Eröffnung des letzten INTERSCHUTZ-Tages werden die teilnehmenden Fahrzeuge auf dem Messegelände zur Besichtigung bereitstehen“, verspricht Thomas Ruß, Projektleiter beim Landesfeuerwehrverband Niedersachsen, „am späten Vormittag ist dann der Start in Richtung Innenstadt geplant.“ Sowohl auf der INTERSCHUTZ als auch bei dem geplanten zweistündigen Stopp vor dem Rathaus besteht Gelegenheit zu Erfahrungsaustausch und „Technikgespräch“.
 
Fest steht schon jetzt: Die Zuschauer werden ganz auf ihre Kosten kommen! Unter den „Oldies“ ist unter anderem ein 60 Jahre alter Mercedes Benz 180 C, der als Einsatzleitwagen ELW 1 einst dem hannoverschen Feuerwehrchef bis August 1969 zur Verfügung stand. Heute befindet sich das schmucke Fahrzeug im Privatbesitz in Westdeutschland. Auch eine Drehleiter DL 25 von Klöckner-Humboldt-Deutz legt Zeugnis davon ab, mit wieviel Liebe und Sorgfalt, aber auch historischem Verständnis ihrer Besitzer die Fahrzeuge gepflegt werden. Das gilt auch für ein Hanomag-Löschfahrzeug aus dem Jahr 1954. Ebenfalls mit von der Partie ist ein historisches Ford Transit-Kleinlöschfahrzeug der Feuerwehr Wedemark aus dem Jahr 1963, das noch vor drei Jahren der Partner-Feuerwehr im französischen Roye einen Freundschaftsbesuch abstattete und 1.400 Kilometer bewältigte. Der Besitzer eines knapp 60 Jahre alten Tanklöschfahrzeugs TLF 16 aus Bayern macht sich keine Sorgen über den längeren Anfahrtsweg nach Hannover: Er will sogar in Lederhose am Lenkrad sitzen. Andere Teilnehmer haben angekündigt, der Veranstaltung in historischen Kostümen zusätzliches Flair zu geben.
 
„Ebenso wie die Oldies werden aber auch die Motorräder der Red Knights ihre Fans finden“, ist sich Thomas Ruß sicher. Bei den Red Knights handelt es sich um den größten Feuerwehr-Motorradclub weltweit. Der Verein wurde 1982 in Boylston (Massachusetts) in den USA gegründet. Wie er auf seiner Webseite mitteilt, gibt es mittlerweile weltweit etwa 480 Einzelverbände – sogenannte Chapter – mit mehr als 10.000 Mitgliedern. In Deutschland sind demnach derzeit 31 Chapter mit etwa 500 Mitgliedern aktiv.
 
Die Strecke des Korsos sowie eine Übersicht der Fahrzeuge sollen auf www.feuerwehrtag.de veröffentlicht werden. Dort gibt es auch weitere Informationen zu den Veranstaltungen des 29. Deutschen Feuerwehrtages. Der 29. Deutsche Feuerwehrtag findet in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen, dem Landesfeuerwehrverband Niedersachsen, der Stadt Hannover sowie der Feuerwehr Hannover vom 20. bis 25. Juni 2022 in der niedersächsischen Landeshauptstadt statt.


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Presseinformation vom 14.Juni 2022

29. Deutscher Feuerwehrtag und INTERSCHUTZ: Hannover ist vom 20. bis 25. Juni 2022 der Mittelpunkt der Feuerwehrwelt!

DFV-Präsident Banse freut sich auf persönliche Treffen und fachliche Themen

Berlin / Hannover – „Das wird eine erfolgreiche Messe, das wird ein großartiger 29. Deutscher Feuerwehrtag! Endlich können wir uns wieder persönlich treffen, fachliche Themen besprechen, politische Weichen stellen und unser nationales wie internationales Feuerwehrnetzwerk pflegen und erweitern. Ich freue mich sehr auf die Großveranstaltungen: Hannover ist vom 20. bis 25. Juni 2022 der Mittelpunkt der Feuerwehrwelt“, erklärt Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), kurz vor dem Start der Feuerwehr-Großveranstaltungen in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Für Banse sind INTERSCHUTZ und 29. Deutscher Feuerwehrtag genau das richtige fachliche Forum angesichts der gewaltigen Herausforderungen für die Feuerwehr: „Katastrophenlagen, Pandemiebekämpfung, Bevölkerungsschutz vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges – die Probleme unserer Zeit spiegeln sich mehr denn je auch in den Feuerwehren wieder“, berichtet er. „Wir sind dazu verpflichtet, alle Möglichkeiten zu nutzen, unser Netzwerk zu festigen, zu erweitern und unsere Fachkenntnisse zu vertiefen – nicht nur, aber auch in Hannover, bei diesem weltweit größten Treffen der Feuerwehren“, bekräftigt der DFV-Präsident.

Politische Gespräche: Bevölkerungsschutz und Feuerwehrrente

Der Deutsche Feuerwehrverband wird den 29. Deutschen Feuerwehrtag und die parallel stattfindende Messe nutzen, um gegenüber den politischen Entscheidungsträgern klare Positionen einzunehmen und seine Forderungen zu unterstreichen. So werden sich unter anderem Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil dem direkten Gespräch mit Führungskräften der Feuerwehrverbände stellen. Hierbei geht es zum einen um den Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz: „Angesichts der Herausforderungen etwa durch Starkregen- und Hochwasserereignisse, Vegetationsbrände, Klimawandel und auch des Ukrainekriegs muss der Bevölkerungsschutz neu gedacht werden“, fordert DFV-Präsident Banse. Auch die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass die Bürgerinnen und Bürger künftig das richtige Verhalten in Notlagen zuverlässig erlernen können, ist zu lösen. Zum anderen steht die Feuerwehrrente auf dem Programm: In Deutschland engagieren sich mehr als eine Millionen Menschen freiwillig in den örtlichen Feuerwehren. Die „Feuerwehrrente“, für die sich der Deutsche Feuerwehrverband auf allen Ebenen stark macht, soll es Feuerwehrangehörigen ermöglichen, abschlagsfrei vorzeitig in Rente zu gehen, indem die Träger der Feuerwehren oder auch das Land den Abschlag innerhalb des Rentenversicherungssystems rückkaufen.

Die Fragen „Wie verhindern wir Gewalt? Wie unterstützen wir Betroffene?“ stehen im Mittelpunkt des Symposiums „Gewalt gegen Einsatzkräfte – Feuerwehr und Politik wehren sich“, bei dem DFV-Präsident Banse unter anderem mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius diskutieren wird. Unter www.feuerwehrtag.de können sich alle interessierten Besucherinnen und Besucher noch kurzfristig für diese Veranstaltung am Freitag, 24. Juni 2022, von 10 bis 12.30 Uhr im Convention Center auf dem Messegelände anmelden und mitdiskutieren. Das Symposium wird im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesinnenministeriums veranstaltet.

Auf dem Gemeinschaftsstand als zentralem Kommunikationspunkt ist der Deutsche Feuerwehrverband mit seinen nationalen wie internationalen Partnern vertreten (Halle 27, Stand D38). Dort finden zahlreiche Fachvorträge statt – von Kommunikation, Sicherheit und Hygiene über Technologien, Strategien und Zusammenarbeit bis hin zu Brandschutzerziehung, Konfliktbewältigung und Katastrophenschutz. Wie wichtig neue Technologien und Strategien für die Feuerwehren sein können, können Interessierte am Stand selbst ausprobieren: Ein Drohnensimulator, die Brandbekämpfung in der Virtuellen Realität und zahlreiche Einblicke in neue Entwicklungen der Wirtschaft locken. „Kommen Sie mit uns ins Gespräch!“, lädt DFV-Vizepräsident Frank Hachemer die Feuerwehrangehörigen zum Gemeinschaftsstand ein.

Alle Facetten der Feuerwehrarbeit in Hannover sichtbar

Überall in Hannover selbst ist der Status als „Weltfeuerwehrhauptstadt“ sichtbar: Beim „Tag der Feuerwehr“ am Dienstag, 21. Juni, wird es von 10 bis 18 Uhr in der Innenstadt auf dem zentral gelegenen Trammplatz zur Eröffnung der Großveranstaltung Feuerwehr zum Erleben geben. Die Feuerwehr wird sich in allen Facetten präsentieren – von der Brandschutzerziehung für die Kleinsten mit dem VGH-Brandschutzmobil bis hin zu mächtigen Hubrettungsfahrzeugen der Feuerwehr. Am Samstag, 25. Juni 2022, findet von 10 bis 18 Uhr das große Treffen historischer Feuerwehrfahrzeuge zusammen mit den „Red Knights“ (International Firefighters Motorcycle Club) statt. Der Oldtimer- und Motorradkorso führt von der Messe über die Innenstadt und wieder zurück. Täglich von 10 bis 18 Uhr soll zudem in Hannover Feuerwehrmusik erklingen.

Der 29. Deutsche Feuerwehrtag findet in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen, dem Landesfeuerwehrverband Niedersachsen, der Stadt Hannover sowie der Feuerwehr Hannover vom 20. bis 25. Juni 2022 in der niedersächsischen Landeshauptstadt statt. Informationen: www.feuerwehrtag.de.


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