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Presseinformation vom 26. März 2019

Veränderung bei Versorgung nicht zu Lasten des Notrufs

DFV und AGBF bund zu Plänen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn

Berlin – „Wir begrüßen grundsätzlich Überlegungen zur Optimierung der ambulanten Versorgung. Verbesserungen bei der Servicenummer 116117 dürfen jedoch nicht zu Lasten der Qualität der Notrufnummer 112 gehen“, betonen Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), und Jochen Stein, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF bund) zu aktuellen Plänen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn. Hintergrund ist eine Empfehlung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen zur bedarfsgerechten Koordinierung ambulanten Versorgung über Integrierte Leitstellen.  DFV und AGBF bund beziehen nun in einer gemeinsamen Position Stellung zur Übernahme der Servicenummer 116117 durch die bestehenden integrierten Leitstellen für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

„Die in diesem Zusammenhang entwickelte Empfehlung des Sachverständigenrats zur Einrichtung von Integrierten Leitstellen, in denen die Notrufnummer 112 und die Servicenummern 116117 (Not- und Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen) zusammenlaufen, sollte unter Beteiligung von DFV und AGBF, den kommunalen Spitzenverbänden, den gesundheitspolitischen Akteuren sowie den Gesundheits- und Innenpolitikern auf der Bundes- und Landesebene ergebnisoffen beraten werden“, heißt es in der gemeinsamen Position. Eine Beteiligung an den bisherigen Beratungen hat nicht stattgefunden.

„In die Diskussion können so das praktische Wissen und die jahrzehntelange Erfahrung aus den Leitstellen unseres Landes eingebracht werden, in denen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich hervorragende Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger leisten“, erklären Ziebs und Stein. Es sei darüber hinaus zu berücksichtigen, dass die überwiegend von den Feuerwehren getragene Leitstellenstruktur bundesweit stark differiere.

„Wir brauchen auch zukünftig eine Gefahrenabwehr aus einer Hand. Diese kann um die Aufgaben des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes ergänzt werden, wenn die Leistungsfähigkeit zur Hilfeleistung bei lebensbedrohlichen Lagen dabei erhalten bleibt“, resümieren DFV und AGBF bund. Die Position steht unter www.feuerwehrverband.de/positionen.html zum Download bereit.


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Silvia Darmstädter
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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